Tierschutz Bad Oldesloe sucht ein neues Heim

Tierschutz Bad Oldesloe sucht ein neues Heim

Resthöfe oder ehemalige Gewerbeflächen im Fokus

Suchen ein neues Zuhause: Katzen im Tierheim Bad Oldesloe. Fotos: Tierschutz Bad Oldesloe

Im Herbst 2025 sah es bereits so aus, als sei ein neues Grundstück gefunden. Jetzt beginnt die Suche von neuem. Dringender als zuvor.

Das Tierheim Bad Oldesloe ist auf der Suche nach einem neuen Standort. Bereits seit Anfang 2025 war klar, dass das seit 1977 genutzte und von der Stadt Bad Oldesloe verpachtete Grundstück am Anna-Heitmann-Weg ab 2027 nicht mehr zur Verfügung stehen würde. Der Grund: Das benachbarte Klärwerk wird erweitert, dafür werden die bisherigen Tierheimflächen benötigt. Der Ausbau ist öffentlich gefördert und duldet daher nur sehr begrenzt Aufschub.

Der Pachtvertrag läuft zum 31. Dezember 2026 aus, er wurde bislang nicht verlängert. Aufgrund der geplanten Erweiterung des benachbarten Klärwerks ist allenfalls eine kurzzeitige Verlängerung möglich, aber nicht sicher. Die Stadt hatte dem Tierschutzverein kein Ersatzgrundstück angeboten, was im Falle einer derart langfristig bestehenden Pacht und Zusammenarbeit eigentlich zu erwarten gewesen wäre.

Stadt Bad Oldesloe bietet kein Ersatzgrundstück an

So machte sich der Tierschutzverein Bad Oldesloe allein auf die Suche nach einem neuen Standort. Unterstützt wurden die Tierschützer dabei von den Ämtern Nordstormarn, Oldesloe-Land und Sandesneben-Nusse. Sie gehören neben den Städten Reinfeld und Bad Oldesloe zum Zuständigkeitsbereich des Tierheims Bad Oldesloe.

Seit 1977 in Betrieb: Das Tierheim Bad Oldesloe am Anna-Heitmann-Weg (hier das alte Katzenhaus).

Im Spätsommer schien ein passendes Grundstück gefunden – eine vor der Aufgabe stehende Hundepension im Umfeld von Bad Oldesloe. Die drei kooperierenden Ämter trieben die Verhandlungen mit der Eignerin des Grundstückes voran. Der Plan: Die Ämter kaufen die Hundepension samt Grundstück und verpachten das Ganze als Zweckgemeinschaft weiter an den Tierschutzverein Bad Oldesloe. Gleichzeitig liefen bereits Planungen zum Umbau der Gebäude an, da sie aktuellen Tierschutzstandards nicht mehr entsprechen.

Kurz vor Weihnachten 2025 sah es dann so aus, als sei der Kaufvertrag über das Gelände praktisch unterschriftsreif. Doch nun, noch vor Silvester, folgte die nächste Volte: Die Eignerin wollte plötzlich nicht mehr verkaufen.

Die Suche nach einem neuen Grundstück beginnt von vorn

Seit Anfang 2026 ist somit alles „auf Null“: Das Tierheim sucht jetzt erneut mit erhöhter Dringlichkeit nach einer neuen Bleibe im Kreis Stormarn. Die Ämter Nordstormarn, Oldesloe-Land und Sandesneben-Nusse sind weiter an Bord. „Ich bin froh, dass wir weiter gemeinsam für den Tierschutz im Kreis Stormarn arbeiten“, sagt Anke Müller-Behrens, die Erste Vorsitzende des Tierschutzvereins Bad Oldesloe. Erste Gespräche und Besichtigungen im Umfeld der Städte Reinfeld und Bad Oldesloe laufen. Im Fokus dabei: gut erhaltene Resthöfe oder auch nicht mehr benötigte Sport- oder Gewerbeflächen möglichst etwas abseits der Siedlungen. Wer ein solches Gelände im Kreis Stormarn kennt, ist gebeten, sich an Anke Müller-Behrens – vorstand@tierschutz-badoldesloe.de - zu wenden.

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