Itzehoe beschließt Katzenschutzverordnung

Itzehoe beschließt Katzenschutzverordnung

Freilaufende Katzen müssen kastriert und registriert werden

Katzenleid ist meist unsichtbar. Fotos: Deutscher Tierschutzbund

Nach Mölln, Ratzeburg und dem Amt Nordsee-Treene beschließt jetzt auch die Stadt Itzehoe eine Kastrations- und Registrierungspflicht für freilaufende Katzen.

Die Stadt Itzehoe hat sich eine Katzenschutzverordnung gegeben. Demnach müssen künftig alle Halterinnen und Halter freilaufender Katzen diese kastrieren und per Chip registrieren lassen.

Den nun angenommenen Antrag hatte die SPD im Itzehoer Rathaus gestellt. Eine Initiative der Landes-SPD mit SSW und FDP für eine landesweite Katzenschutzverordnung war im vergangenen September im Kieler Landtag an den Stimmen der schwarz-grünen Mehrheit gescheitert.

Tierschützer:innen fordern seit langem Katzenschutzverordnungen, um das Leid freilaufender Katzen und die ungehemmte Vermehrung ausgewilderter Hauskatzen einzudämmen. Allein in Schleswig-Holstein leben geschätzte 50.000 bis 75.000 Katzen auf Straßen, Plätzen, Friedhöfen, Industriegeländen und Agrarflächen.

„Katzenleid ist nicht sichtbar“

Die Leiterin des Itzehoer Tierheims, Claudia Danckers, sprach gegenüber dem sh:z-Verlag von „unsagbarem Katzenleid“. Jede Katze könne zweimal im Jahr trächtig werden, bekomme dann jeweils vier bis fünf Nachkommen. Die Folge sei eine „explosionsartige Vermehrung“. Danckers: „Viele frei lebende Katzen erkranken an Katzenschnupfen und erblinden. Davon bekommt kaum jemand etwas mit. Katzenleid ist nicht sichtbar, aber grausam. Kastration ist harmlos.“

Die Stadt Itzehoe ist die vierte kommunale Einheit in Schleswig-Holstein, die von Paragraph 13b Tierschutzgesetz Gebrauch macht und eine Kastrations- und Registrierungspflicht für freilaufende Katzen einführt. Eine entsprechende Verordnung ist bereits umgesetzt in den Städten Mölln und Ratzeburg (beide Kreis Herzogtum Lauenburg) und im Amt Nordsee-Treene (Kreis Nordfriesland).

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