Beendet das Leid der Versuchstiere und Straßenkatzen!
Welttierschutztag am 4. Oktober
Der Welttierschutztag steht in diesem Jahr unter dem Eindruck der Forderungen nach einem Ende des Leids von Versuchstieren und Straßenkatzen.
Am 4. Oktober, dem kommenden Sonntag, wird der Welttierschutztag begangen. Der Welttierschutztag erinnert an den Heiligen Franz von Assisi, den Schutzpatron der Tiere, der am 4. Oktober 1228 heiliggesprochen wurde.
Der Welttierschutztag geht zurück auf den Schriftsteller, Tierschützer und Kynologen Heinrich Zimmermann; der erste Tierschutztag fand vor 101 Jahren, am 4. Oktober 1925, in Berlin statt. Heute wird er alljährlich von Tierschützern in aller Welt begangen. Für den Tierschutz ist dies der Tag, auf das Leid von Tieren aufmerksam zu machen.
Etwa auf das Leid von Versuchstieren. Die Perspektive für eine längst mögliche, tierversuchsfreie Wissenschaft ist in den letzten Jahren nicht vorangekommen. Im Gegenteil. Die schwarzrote Bundesregierung plant laut Koalitionsvertrag, ein eigenes Tierversuchsgesetz zu schaffen. Damit würden die Labortiere aus dem Tierschutzgesetz herausfallen. Unter Umständen wäre es sogar möglich, dass Versuchstiere wieder aus ökonomischen Gründen getötet werden könnten.
Aktuelle ZDF-Reportage befasst sich mit Leid der Versuchstiere
Dies bedeutet einen deutlichen Rückschritt gegenüber der Vorgängerregierung der „Ampel“, die zumindest einen langsamen Ausstieg aus Tierversuchen erreichen wollte. Aktuell, seit dem 29. September, ist in der ZDF-Mediathek die Reportage „Geheimsache Tierversuche“ verfügbar, die sich mit der Gretchenfrage auseinandersetzt: „Sind Tierversuche heute noch vertretbar und notwendig?“
Aus Tierschutzsicht ist die Antwort ganz klar. „Tierversuche dürfen nicht als alternativlose Normalität hingenommen werden“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Die Politik muss den Wandel zu tierversuchsfreien Verfahren beschleunigen. Gleichzeitig müssen Rückschritte beim Schutz von Versuchstieren verhindert werden.”
Einen guten Überblick über Alternativen zu Tierversuchen bietet übrigens der Verein „Ärzte gegen Tierversuche“.
Aktion zum Welttierschutztag: „1 Minute für Straßenkatzen“
Eine weitere Aktion zum Welttierschutztag am 4. Oktober startet der Deutsche Tierschutzbund mit der Aktion „1 Minute für Straßenkatzen“. In Schleswig-Holstein gilt zwar seit dem 1. Juli eine Katzenschutzverordnung inklusive Kastrationspflicht für Freigängerkatzen (in Hamburg seit dem 1. Januar), doch eine bundesweite Kastrationspflicht bleibt das Ziel, um das Leid der Straßenkatzen nachhaltig und flächendeckend zu lindern.
Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, kann beispielsweise einen vorbereiteten Beitrag oder ein Bild in den sozialen Medien teilen, politische Accounts markieren und so die Forderung nach einer bundesweiten Kastrationspflicht sichtbar machen. Alle Informationen zur Aktion „1 Minute für Straßenkatzen“ gibt es unter www.jetzt-katzen-helfen.de/aktion-1-minute.

Das Leid der Straßenkatzen gehört zu den in der Öffentlichkeit kaum diskutierten Tierschutzproblemen. Foto: Deutscher Tierschutzbund e. V.