Anstieg der Katzenzahlen in Tierheimen erwartet

Anstieg der Katzenzahlen in Tierheimen erwartet

Kurzfristiger Effekt der Katzenschutzverordnung

Die Katzenplätze im Tierheim Elmshorn sind belegt. Quelle Screenshot: NDR.de (Schleswig-Holstein-Magazin)

Ellen Kloth und Suanne Kehrhahn-Eyrich vom Tierschutzbund Schleswig-Holstein gehen von vorübergehendem Anstieg der Katzenzahlen in Tierheimen aus. Langfristig werde die Katzenschutzverordnung greifen.

„Wir rechnen damit, dass jetzt in den ersten Monaten die Katzenhalter, die sich eine Kastration nicht leisten können oder wollen, ihre Katzen laufen lassen und dann auch nicht großartig gucken, sie wiederzubekommen“, sagte Ellen Kloth, Vorsitzende des Tierschutzbunds Schleswig-Holstein, dem NDR.

Susanne Kehrhahn-Eyrich, Vorsitzende des Tierschutzvereins Elmshorn, kann den Effekt schon spüren: Das Tierheim Elmshorn ist voll. Von den zuletzt aufgenommenen 85 Katzen seien 71 nicht kastriert gewesen. Auch die hohen Kosten für eine Kastration nach der aktuellen tierärztlichen Gebührenordnung spielten eine Rolle, so Kehrhahn-Eyrich.

Ab dem kommenden Jahr rechnen Kloth und Kehrhahn-Eyrich jedoch mit einer Umkehrung des Trends. Die Katzenschutzverordnung parallel begleitet von den Kastrationsaktionen in Frühjahr und Herbst werde die Zahlen nachkommender Kitten und Fundkatzen begrenzen, sagt Ellen Kloth.

Seit 1. Juli ist die Katzenschutzverordnung in Schleswig-Holstein in Kraft.

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