Am 28. September ist Welt-Tollwuttag

Am 28. September ist Welt-Tollwuttag

Jährlich sterben 60.000 Menschen an der tückischen Infektion

Illegaler Handel mit Hundewelpen ist heute die wichtigste Risikoquelle für Tollwut. Foto: Caio/Pexels

Der illegale Welpenhandel ist heute das größte Risiko für eine Rückkehr der Tollwut nach Deutschland.

Laut Weltgesundheitsorganisation sterben jedes Jahr rund 60.000 Menschen an Tollwut. Insbesondere in Asien und Afrika ist die Erkrankung noch verbreitet. Jedes Jahr am 28. September wird der Welt-Tollwuttag begangen. Denn der 28. September ist der Geburtstag von Louis Pasteur (1822-95), der 1885 die erste erfolgreiche Tollwutimpfung vorgenommen hat.

Tollwut ist eine sehr heimtückische Krankheit. Wer sich einmal infiziert hat und nicht geimpft ist, hat keine Zeit zu verlieren. Denn wenn die Symptome – Kopfschmerzen. Appetitlosigkeit, Wasserscheu, Depressionen und Lähmungen – auftreten, ist es praktisch zu spät und die Krankheit verläuft tödlich.

Bei Reisen in Risikogebiete wie Süd- und Ostasien sowie Afrika ist die Tollwutimpfung obligatorisch. Dabei muss man sich in einem Zeitraum von 28 Tagen insgesamt drei Mal impfen lassen. Die Impfung ist dann für drei bis fünf Jahre wirksam.

Tollwut wird heute insbesondere durch Hundebisse, aber auch durch offene Wunden und Kontakt mit infizierten Tieren übertragen. Auch Bisse durch Fledermäuse können das Virus übertragen. Tollwütige Füchse gehören in Deutschland der Vergangenheit an.

Eine Risikoquelle für die Tollwut ist daher auch der Import von Hundewelpen aus Risikogebieten. Zu den Gebieten, in denen die Tollwut nach wie vor auftritt, zählen dabei nicht nur Afrika und Asien, sondern zum Beispiel auch weite Gebiete Südosteuropas wie Bosnien-Herzegowina, Kroatien oder Serbien, aber auch Ungarn, Rumänien und Bulgarien.

Risiko illegaler Welpenhandel

Hundewelpen sind überdurchschnittlich stark gefährdet, da sie erst ab der zwölften Woche überhaupt geimpft werden können; dann dauert es weitere drei Wochen, bis die Impfung wirksam ist. Zuletzt war 2021 in Bremen ein aus Südosteuropa importierter Hundewelpe mit einer Tollwutinfektion aufgetaucht. 41 Personen sind damals prophylaktisch gegen Tollwut geimpft worden.

Fälle wie dieser ist auch einer der Gründe, warum sich der Deutsche Tierschutzbund seit Jahren für ein Verbot des illegalen Welpenhandels ausspricht. Von der Tollwut abgesehen: 80 Prozent der aus illegalen Wegen importierten Welpen sind nicht gesund.

Grundsätzlich gilt Deutschland seit 2008 als tollwutfrei, einen letzten Todesfall hatte es 2007 gegeben.

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